Samstag, 18. Februar 2017

Apfelsinen & Kaffee

von Kirsten
 
Heute bin ich endlich dazu gekommen, Putzmittel herzustellen. Meine Vorräte aus den Plastikflaschen sind inzwischen verbraucht, die letzten Plaste-Dinger im Gelben Sack verschwunden. War also höchste Zeit. Den Orangenreiniger hatte ich vor knapp drei Wochen angesetzt. Die Schalen von zirka sechs Apfelsinen in ein hohes Schraubglas gegeben, mit Essigessenz und Wasser 1:4 aufgefüllt und dann einfach stehen gelassen. Wie man sehen kann, hat der Reiniger eine richtig schöne Limonadenfarbe. Und er riecht toll! 

Hier das Spüli-Rezept zum Nachmachen:
10 gr Kernseife (1 € / Stück im Reformhaus)
2 TL Soda
1 TL Natron
500 ml H²O (also Wasser)
Die Kernseigfe mit einer Käsereibe kleinraspeln. Die trockenen Zutaten vermischen. Wasser im Topf aufkochen und die anderen Zutaten hinzufügen. Ganz kurz kochen. Alles durch einen Trichter in eine geeignete Glasflasche (hitzebeständig!) füllen.

 
Dann habe ich außerdem dieses dekorative Glas mit Korkdeckel bei Tedi gefunden. Damit bin ich in den Tchibo-Laden und habe die Verkäuferin gebeten, mir ganze Bohnen hinein zu füllen. Ihre Frage, ob das Glas sauber sei, habe ich mal geflissentlich überhört. Sie gab mir dann eine Packung Kaffee, ließ mich die Bohnen umfüllen und warf die Packung weg. Nun ja.... nicht ganz das, was ich jetzt unter Müllvermeidung verstehe. Werde mir wohl doch etwas Anderes bezüglich Kaffeekauf überlegen müssen. Warum ich ganze Bohnen gekauft habe? Weil ich bald Geburtstag habe und mit ein bisschen Glück eine Mühle geschenkt bekomme. Das Leben ist schön!

Freitag, 17. Februar 2017

Jute Idee

von Kirsten
Heute ist meine Bestellung von Tante Olga gekommen. Der Kölner Unverpackt-Laden hat ein kleines Sortiment im Online-Angebot. Waschsoda und Natronpulver sind Grundsubstanzen für Reinigunsmittel. Die letzten Plastikflaschen in meinem Haushalt sind fast aufgebraucht und ich muss nun alles Mögliche selber anrühren, wenn ich auf das Plastik aus der Verpackung verzichten will. Der Kupferschwamm ersetzt meinen bisherigen Kunststoffschwamm in der Küche. Kupfer ist antibakteriell, im Gegensatz zu Kunststoff. Die stachelborstige Bürste soll mich tatkräftig bei gröberen Arbeiten unterstützen wie etwa Terrasse schrubben im Frühjahr. Die Zahnbürste aus Holz ist von einer anderen Firma als die zuletzt bestellte. Sie lehnt an dem Papiertütchen mit den Zahnputztabletten mit Fluor. Juteschnur brauche ich zum Geschenkeeinpacken, Schrubbschwamm stricken, um Aufhängeschlaufen an irgendwas zu zaubern, als Deko, .... mir wird bestimmt noch mehr einfallen. Und endlich, endlich habe ich plastikfreies WC-Papier gefunden. Die Rolle mit 400 Blatt kostet 1,80 € und ist damit etwas teurer als das Papier z.B. bei Edeka. Spar ich beim selbst angerührten Putzmittel wieder ein.

Hier geht´s lang zu Tante Olga in Köln: http://www.tante-olga.de/

Meine Rechnung: Füller 17 €,  Juteschnur 3,50 €, 240 Zahnputztabletten 10 €, Bambuszahnbürste 3 €, WC-Papier pro Rolle 1,80 €, 1 kg Natron 1,80 €, 1/2 kg Waschsoda 3,30 €, Scheuerbürste 3 €, Kupferschwamm 3 €, dazu noch 5 € Versandkosten. (Alle Preise rechenfreundlich auf- oder abgerundet.)

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Das hier habe ich mir einfach mal gegönnt, einen Füller aus geölter Kirsche, denn ich besitze keinen Füller mehr. Kugelschreiber sieht ja nun wirklich nicht elegant aus, wenn man schöne Karten verschicken will. Er hat einen Konverter, den man mit Tinte befüllt. So spart man die Plastikpatronen zum Wegwerfen.

Verpackung? Minimalistisch! Außen rum ein Karton, aber mit wenig Luft drin, also ziemlich passgenau. Klebeband aus Papier.

Die Zwischenräme mit alter Zeitung ausgepolstert.

Das ist der ganze Abfall - ein paar Zeitungsblätter, der große Karton, einige Kartönchen für die Kleinigkeiten, Papierbanderolen um WC-Papier und Kupferschwämme.

Samstag, 11. Februar 2017

Konjac oder Cognac?

von Kirsten
Heute ist mein Päckchen von Wolkenseifen gekommen. Papierfüllmaterial, Pappkarton und -kartönchen.... alles vorbildlich. Klebeband aus Plastik, gratis Deokrem-Proben in winzigen Kunststoffdöschen, ein paar Zuckerbonbons als Gratiszugabe in Folie und ein kleiner Anteil Kunststoff im Holzdeckel. Fast plastikfrei. Porto 6 €.

Ein Konjac-Schwamm zur Gesichtspflege (korrekte Orthographie, denn es hat nichts mit dem fast gleichnamigen Alkoholikum zu tun, vielmehr mit einer Pflanze, aus der er gewonnen wird) für 9,50 €, Deokrem für 15 €, feste Zahnkrem am Stiel für 10 €
Auf dem historischen Jahrmarkt in Bochum konnte ich diese plastikfreie Schere erwerben für 12 €.....

..... und dazu noch ein wirklich winziges Öllämpchen, das aber voll funktionsfähig ist.

Größenvergleich, damit ihr wisst, was "wirklich winzig" bedeutet.

Freitag, 10. Februar 2017

Jagdglück

von Kirsten

 
Endlich fündig geworden auf der Suche nach Agavendicksaft und Birkenzucker im Glas statt in Plastik. War nicht ganz billig, da aus dem Reformhaus. Agavendicksaft 330 ml für 6 € / Birkenzucker 140 gr für 4 €. In der Apotheke gab es den Zucker nur in der Pappschachtel mit Alu, und der Dicksaft ist gewöhnlich in einer Kunststofflasche. Es bleibt eine aufregende Jagd - immer auf der Suche nach dem nächsten plastikfreien Schuss. 

Donnerstag, 9. Februar 2017

Selleriesuppe

von Kirsten
 

Draußen schon wieder Temperaturen gegen Null - da muss was Warmes her. Heute hatte ich wenig Zeit zum Kochen. Diese Selleriesuppe geht recht schnell. Man kann das Grundrezept noch erweitern durch angebratene Apfelscheiben und diese mit Zimt und Zucker bestreuen.

Zutaten
1 Sellerieknolle
2 Handvoll Kartoffeln
1 mittelgroße oder 2 kleine Zwiebeln
1 l pflanzliche Brühe aus Brühwürfel oder Gemüseextrakt anrühren
Olivenöl
Agavendicksaft

Kochen
Der Sellerie, die Kartoffeln und die Zwiebeln werden geschält und dann in kleine Würfel geschnitten. Alles zusammen kommt mit etwas Olivenöl in einen Topf und wird angebraten. Wenn die Gemüsewürfel beginnen zu bräunen, füllt man mit der Brühe auf und lässt das Ganze so lange schmurgeln, bis es weich ist, also etwa 20 - 30 Minuten. Dann wird mit dem Passierstab alles zu einem Einheitsbrei verrührt. Mit zwei Esslöffeln Agavendicksaft abschmecken. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer aus der Mühle bestreuen. Et voilá - bon appetit!

Freitag, 3. Februar 2017

Haushaltsreiniger selbstgebraut

von Kirsten

Um Plastikverpackungen zu sparen, empfiehlt es sich, im Haushalt einiges selber zu machen. Ich habe mich jetzt an den Orangen-Essig-Reiniger gewagt, weil das Rezept wirklich kinderleicht ist. Ich hatte 8 Apfelsinen zwecks Versaftung da. Die Schalen werden aufgehoben. Man füllt sie in ein großes Glas und füllt mit Essig auf, sodass die Schalen bedeckt sind. Der Essig konserviert, die Schalen können nicht verderben. Ich habe Essigessenz verwendet. Die muss 1:4 verdünnt werden. Begonnen habe ich mit 50 ml Essenz und 200 ml Wasser. Ich konnte nicht alle 8 Apfelsinen auf einmal essen, so hat das mit dem Ansetzen zwei Tage in Anspruch genommen. Zuletzt wird das Glas verschlossen und ist in die Vorratskammer gewandert, wo es nun 14 Tage warten muss. Dann seiht man die Flüssigkeit ab und hat einen wunderbar duftenden Essigreiniger. Die ätherischen Öle und die Säure aus den Apfelsinensschalen in Kombination mit dem Essig entkalken und entfernen hartnäckige Verkrustungen. Man kann auch einen Schuss davon ins Putzwassr geben und damit den Boden wischen. Pur eignet er sich zum Entkalken, vermischt mit etwas Seifigem (Seifenflocken, Neutralreiniger, Spüli) ist er ein umweltfreundliches Putzmittel.



Den tollen Messkolben habe ich bei Xenos für kleines Geld ergattert. Das Glas ist gebraucht gekauft.

Suhrig Essigessenz ist vegan. Essige können mit tierischer Gelantine geklärt worden sein und sind dann nicht mehr vegan.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Katzenbücherteetasse

von Kirsten

 
Beim Stadtbummel gehört für mich immer auch ein Ausflug in den Teeladen dazu. Und diesmal musste diese Tasse für 16 € mitgehen, bildet sie doch etliches ab, was derzeit in meinem Leben wichtig ist. Sie ist plastikfrei, verpackt war sie in einem kleinen Karton. Sie hat ein Teesieb dabei, was Wegwerffilter unnötig macht. Auf dem Tassenbild sieht man eine Katze im Bücherregal, und es trifft damit zwei Nägel auf ihre Köpfe: Veganismus als Tierschutz & Literatur. Was eine Tasse doch so alles kann!

Auf dem Wochenmarkt konnte ich diverse Holzlöffelchen für kleines Geld erstehen, eine Bürste zum Fliesenschrubben, dazu einen Teigschaber und eine Handarbeitsschere für 9 €.

Mein Haarpflgemittel variiert immer mal. Jetzt hatte ich mal Lust auf Kaffee. Also fix eine Mischung aus Roggenmehl, Heilerde und Kaffeesatz zusammengekippt.

Den Kaffeesatz sammle ich momentan zuerst auf einem Unterteller, wo er etwa einen Tag zum Trocknen braucht. dann wird er umgefüllt in ein verschlossens Glas. Der Satz eignet sich auch zum Reinigen von Herd oder Spüle. Die Krümel schrubben Verkrustungen mild weg.

Zum Schluss noch ein wenig Wasser hinzufügen, bis eine kremige Konsistenz erreicht ist. Das Ganze auf die nassen Haare verteilt und auf die Kopfhaut massiert; nach ein paar Minuten abspülen.