Mittwoch, 22. März 2017

Glück in Fruchtform

von Kirsten

 

felicidad en forma de frutas - Glück in Fruchtform

Das ist der Leitspruch, der auf dem Paket steht, das gestern aus Spanien bei mir eingetroffen ist. Direkt von der spanischen Obstplantage im sonnigen Valencia ins (noch) kühle Herne im Ruhrgebiet. 10 kg Orangen für 35 € einschließlich Porto. Eigentlich ist das Crowdfarming-Projekt so angelegt, dass man einen Orangenbaum kaufen und dann die Ernte zugeschickt bekommen kann, aber da ich das Ganze erst mal testen wollte, habe ich mich für einen einfachen Kauf einer Orangenkiste entschieden. Die Jungs von UPS konnten dann am eigentlichen Liefertermin vorgestern meine Haustüre nicht finden, sodass noch einige Kommuniktion zwischen Deutschland und Spanien hin und her ging. Am Ende konnte ich aber dank des guten Service und der freundlichen Betreuung meine Apfelsinen in Empfang nehmen.
Abends dann noch telefonisch eine Anfrage, ob die Apfelsinen heil angekommen wären, ob irgendwo schlechte Stellen oder Schimmel vorhanden sei. Ein paar Worte in Spanisch gewechselt, 100 % Zufriedenheit bestätigt.
Wie versprochen kam alles komplett ohne Plastikverpackung hier an. Da die Orangen Bioqualität haben, wollte ich die Schalen nicht wegwerfen, sondern habe sie nach dem Entsaften in Essig eingelegt, der in zirka drei Wochen als Salatsoße Verwendung finden wird.
Hier kann man sich das Projekt anschauen: https://www.naranjasdelcarmen.com/de  
Außer Zitrusfrüchten sind noch Olivenöl, Honig und Wein im Angebot, und alles in Bioqualtität.

Pappkarton, kleiner Infozettel aus Papier - der Rest sind zehn Kilo zuckersüße Orangen.

Möge die Entsaftung beginnen!

Links Saft, rechts Orangenessig. Er muss 3 Wochen ziehen.

Montag, 20. März 2017

vegane Resteverwertung

von Kirsten
Das hatte ich heute im Haus:1/2 Zucchini, 1/2 rote Zwiebel, 1 Paprikaschote, 2 Champignons, 3 Kartoffeln. Was kann man damit machen?

Erst mal alles mundgercht klein schnippeln und in eine feuerfeste Form füllen. Etwas Olivenöl darüber gießen und dann 1 Teel. Pulver von Gemüsebrühe als Würzung dazu. Alles durchmischen, damit sich Öl und Brühepulver an das Gemüse kletten.

Sieht soweit schon mal gut aus....Zutaten waren alle noch vorhanden. Plastikfreier Einkauf`? Na ja ... fast... Da war doch noch....

.... diese Schale mit Oliven, gefüllt  mit frischem Knovi, vom türkischen Gemüsehändler. Weil es ein Spontankauf war, musste ich diese Plastikschüssel nehmen. Muss demnächst mal eine Lösung für derlei Käufe ersinnen.

Das Ganze (mit den Oliven, so ca. 6 Stück), in den Backofen bei 200°  für 30 min

Am Schluss, nach Ende der Backzeit, salzen und pfeffern, dazu Schnittlauch und Sauerampfer klein geschnippelt darüber streuen - oder was man halt so im Hause hat an Kräutern.

Sonntag, 12. März 2017

Das Leben ist zu kurz für Tütensuppe

von Kirsten
 
... es sollte doch lieber selbst gemahlener Kaffee sein. Mein Geburtstagsgeschenk - eine hölzerne Mühle von Zassenhaus. Um die 100 € und jeden Cent wert.

Samstag, 18. Februar 2017

Apfelsinen & Kaffee

von Kirsten
 
Heute bin ich endlich dazu gekommen, Putzmittel herzustellen. Meine Vorräte aus den Plastikflaschen sind inzwischen verbraucht, die letzten Plaste-Dinger im Gelben Sack verschwunden. War also höchste Zeit. Den Orangenreiniger hatte ich vor knapp drei Wochen angesetzt. Die Schalen von zirka sechs Apfelsinen in ein hohes Schraubglas gegeben, mit Essigessenz und Wasser 1:4 aufgefüllt und dann einfach stehen gelassen. Wie man sehen kann, hat der Reiniger eine richtig schöne Limonadenfarbe. Und er riecht toll! 

Hier das Spüli-Rezept zum Nachmachen:
10 gr Kernseife (1 € / Stück im Reformhaus)
2 TL Soda
1 TL Natron
500 ml H²O (also Wasser)
Die Kernseigfe mit einer Käsereibe kleinraspeln. Die trockenen Zutaten vermischen. Wasser im Topf aufkochen und die anderen Zutaten hinzufügen. Ganz kurz kochen. Alles durch einen Trichter in eine geeignete Glasflasche (hitzebeständig!) füllen.

 
Dann habe ich außerdem dieses dekorative Glas mit Korkdeckel bei Tedi gefunden. Damit bin ich in den Tchibo-Laden und habe die Verkäuferin gebeten, mir ganze Bohnen hinein zu füllen. Ihre Frage, ob das Glas sauber sei, habe ich mal geflissentlich überhört. Sie gab mir dann eine Packung Kaffee, ließ mich die Bohnen umfüllen und warf die Packung weg. Nun ja.... nicht ganz das, was ich jetzt unter Müllvermeidung verstehe. Werde mir wohl doch etwas Anderes bezüglich Kaffeekauf überlegen müssen. Warum ich ganze Bohnen gekauft habe? Weil ich bald Geburtstag habe und mit ein bisschen Glück eine Mühle geschenkt bekomme. Das Leben ist schön!

Freitag, 17. Februar 2017

Jute Idee

von Kirsten
Heute ist meine Bestellung von Tante Olga gekommen. Der Kölner Unverpackt-Laden hat ein kleines Sortiment im Online-Angebot. Waschsoda und Natronpulver sind Grundsubstanzen für Reinigunsmittel. Die letzten Plastikflaschen in meinem Haushalt sind fast aufgebraucht und ich muss nun alles Mögliche selber anrühren, wenn ich auf das Plastik aus der Verpackung verzichten will. Der Kupferschwamm ersetzt meinen bisherigen Kunststoffschwamm in der Küche. Kupfer ist antibakteriell, im Gegensatz zu Kunststoff. Die stachelborstige Bürste soll mich tatkräftig bei gröberen Arbeiten unterstützen wie etwa Terrasse schrubben im Frühjahr. Die Zahnbürste aus Holz ist von einer anderen Firma als die zuletzt bestellte. Sie lehnt an dem Papiertütchen mit den Zahnputztabletten mit Fluor. Juteschnur brauche ich zum Geschenkeeinpacken, Schrubbschwamm stricken, um Aufhängeschlaufen an irgendwas zu zaubern, als Deko, .... mir wird bestimmt noch mehr einfallen. Und endlich, endlich habe ich plastikfreies WC-Papier gefunden. Die Rolle mit 400 Blatt kostet 1,80 € und ist damit etwas teurer als das Papier z.B. bei Edeka. Spar ich beim selbst angerührten Putzmittel wieder ein.

Hier geht´s lang zu Tante Olga in Köln: http://www.tante-olga.de/

Meine Rechnung: Füller 17 €,  Juteschnur 3,50 €, 240 Zahnputztabletten 10 €, Bambuszahnbürste 3 €, WC-Papier pro Rolle 1,80 €, 1 kg Natron 1,80 €, 1/2 kg Waschsoda 3,30 €, Scheuerbürste 3 €, Kupferschwamm 3 €, dazu noch 5 € Versandkosten. (Alle Preise rechenfreundlich auf- oder abgerundet.)

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Das hier habe ich mir einfach mal gegönnt, einen Füller aus geölter Kirsche, denn ich besitze keinen Füller mehr. Kugelschreiber sieht ja nun wirklich nicht elegant aus, wenn man schöne Karten verschicken will. Er hat einen Konverter, den man mit Tinte befüllt. So spart man die Plastikpatronen zum Wegwerfen.

Verpackung? Minimalistisch! Außen rum ein Karton, aber mit wenig Luft drin, also ziemlich passgenau. Klebeband aus Papier.

Die Zwischenräme mit alter Zeitung ausgepolstert.

Das ist der ganze Abfall - ein paar Zeitungsblätter, der große Karton, einige Kartönchen für die Kleinigkeiten, Papierbanderolen um WC-Papier und Kupferschwämme.

Samstag, 11. Februar 2017

Konjac oder Cognac?

von Kirsten
Heute ist mein Päckchen von Wolkenseifen gekommen. Papierfüllmaterial, Pappkarton und -kartönchen.... alles vorbildlich. Klebeband aus Plastik, gratis Deokrem-Proben in winzigen Kunststoffdöschen, ein paar Zuckerbonbons als Gratiszugabe in Folie und ein kleiner Anteil Kunststoff im Holzdeckel. Fast plastikfrei. Porto 6 €.

Ein Konjac-Schwamm zur Gesichtspflege (korrekte Orthographie, denn es hat nichts mit dem fast gleichnamigen Alkoholikum zu tun, vielmehr mit einer Pflanze, aus der er gewonnen wird) für 9,50 €, Deokrem für 15 €, feste Zahnkrem am Stiel für 10 €
Auf dem historischen Jahrmarkt in Bochum konnte ich diese plastikfreie Schere erwerben für 12 €.....

..... und dazu noch ein wirklich winziges Öllämpchen, das aber voll funktionsfähig ist.

Größenvergleich, damit ihr wisst, was "wirklich winzig" bedeutet.