Freitag, 25. August 2017

Muttertag

von Kirsten

Wer mich kennt, weiß, dass ich das Talent habe, Weihnachtsgeschenke für meine Lieben zu verbummeln, aber so bis Januar oder Februar, ja sogar bis März wiederaufzufinden und dann nachweihnachtliche Freude zu verbreiten. Lesezeichen verbummeln ist auch eine meiner Begabungen. Sie verstecken sich in all meinen Büchern, aber wenn ich akut eins brauche, ist erst mal keins auffindbar. Ich muss dann sämtliche angelesenen Bücher unter die Lupe nehmen, doch weil ich  beim Lesen der interessanten Stellen, welche durch das eingebuchte Lesezeichen markiert sind, hängen bleibe, vermag ich es nicht, das benötigte Lesezeichen zu entfernen. So und jetzt mal was Neues: Überraschung beim Reaktivieren eines gebrauchten Briefumschlags zwecks Verschickung von irgendwas. Und was finde ich da? Eine Muttertagskarte. Hier schönen Dank an die Absenderin! Nette Überraschung im August. Der Briefumschlag hatte vor einigen Monaten ein Geschenk enthalten und die Karte muss unbemerkt drinnen geblieben sein. Das Leben kann so schön sein, wenn man es versteht, nicht nur seine Mitmenschen bis März mit Weihnachtsgeschenken zu beglücken, sondern sich selber bis August mit Muttertagsgeschenken zu überraschen.

Dienstag, 15. August 2017

Ich hab´ da mal paar Nüdelchen bestellt

von Kirsten
www.mein-muesli-laden.de Das ist DIE Adresse für Nudeln und Körner. Heute kam ein Päckchen an mit paar Kilo Nudeln und Reis und gratis dazu gab es getrocknete Tomaten, Meersalz und Kräuter.

Alles ohne Plastik - Paketkarton, Papierklebeband, Papierfüllmaterial, Nudeltüten aus Papier

Und wieder ein paar nette persönliche Zeilen.

Es ist ein Nudelbaby!

Dienstag, 8. August 2017

Mittelalterlich Spectaculum

Letzten Samstag in Köln auf dem MPS: Fanfoto mit Ye Banished Privateers - Rebecca & Kirsten in der hinteren Reihe. Zwei tolle Tage mit tollen Piraten!

Donnerstag, 13. Juli 2017

Zu viel Plastik

von Kirsten
Fliegenklatsche aus Draht & Holz, Fußpflegezubehör, gläserne Nagelfeile, Fusselbürste aus Kautschuk & Holz, Olivenpicker, Pellkartoffel-Schälset

Beim Bürstenhaus Redecker https://www.buerstenwelt.de/ habe ich einige Sachen bestellt. Die Qualität der handgefertigten Gegenstände ist besonders gut. Edle Materialien wie Holz und Kautschuk machen es auch zu einem haptischen Genuss, die Dinge in die Hand zu nehmen. Nicht ganz so zufrieden war ich mit dem Zuviel an Kunststoff, das mitgeliefert wurde. Ich habe diesbezüglich bei der Firma nachgefragt und auch innerhalb weniger Studnen eine Antwort bekommen. Würde mich freuen, wenn das etwas bewirkt.
Postpaket und Füllmaterial aus Papier und Pappe

Zusätzliche Verpackung und Polsterung aus viel Plastik, dazu noch eine relativ große (recht unnütze) Dose aus Plastik für die kleine Feile.

Guten Morgen Frau Riehl,
vielen Dank für Ihre Email.
Wir haben eigentlich vereinbart, so wenig wie möglich in Plastik zu verpacken.
Ich werde es aber nochmals an unseren Packraum weitergeben.
Ganz plastikfrei geht leider bei manchen Produkten nicht, wir bemühen uns aber so weit möglich.

Vielen Dank für die Anregung.


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cid:82984E22-305E-4A6F-9A31-EE16014DF255@speedport
Ihr Buerstenwelt.de - Team
Silvia Dierich

Tel.: 05423-946499

info <info@buerstenwelt.de>

10:46 (vor 11 Stunden)


an mich

Sonntag, 9. Juli 2017

Selbstgemacht: große Tasche

von Kirsten

 Müllvermeidung und Ressourcenschonung - wie geht das mit unbrauchbar gewordener Kleidung? Hier zeige ich euch, wie man aus etwas Altem noch etwas Neues hinbekommt und einem Kleidungsstück ein zweites Leben ermöglicht: Vom T-Shirt zum großen Beutel. Ich nehme den Beutel immer für den Transport von Altpapier oder Altglas. Es ist dehnbar und hat ein gutes Fassungsvermögen. Der Stoff sollte nicht fadenscheinig oder gar löchrig sein; dann wird eure Tasche einreißen.
Grundlage ist ein großes Herren-T-Shirt.
Ärmel und Kragen werden wie abgebildet herausgeschnitten.
Am Bund schneidet man im Abstand von 2 cm und in die Höhe     5 cm Fransen hinein.

Die Seite, die später außen sein soll, muss innen liegen. Die sich gegenüber liegenden Fransen werden miteinander verknotet. Wenn alles fertig ist, dreht man den nun entstandenen Beutel auf rechts.
 

Samstag, 8. Juli 2017

Wir überwachen euch

von Kirsten
Ich bin sehr traurig, dass in Zeiten von totalter Überwachung durch wild verfügbare Kameras und schneller Verbreitung von Bildbeiträgen in sozialen Medien die allseits beliebte und seriöse Springer-Presse an Omnipräsenz und -potenz so arg verloren hat. Was waren das früher für ruhige Zeiten, sichere Zeiten, als man noch genau wusste: Da sind die Bösen und hier sind die Guten. Die Vermummten sind die Üblen und die mit den dicken Schläuchen, die Wasserspeier, das sind die Lieben.

Jetzt hat sich das irgendwie.... verdreht. Wenn die Guten 19 (manchmal auch G 20 genannt), mitten in einer Großstadt zu residieren wünschen, und dann merken, dass sie als die Majestäten dieser Welt gegen ihre Völker regieren, müssen sie natürlich hart durchgreifen. Da muss man die Bevölkerung schon mal zu ihrem Glücke zwingen.

Wer mein Blog mitliest, weiß, dass es hier um Veganismus, Umweltschutz und Handarbeiten geht. Und manchmal schaut auch meine Katze aus dem Bild in die Kamera. Was haben ein buntes Strickmuster und diese Katze nun mit dem wichtigen Weltgipfel zu tun? Dieser Weltgipfel geht uns alle an. Ob man sich für Politik interessiert oder nicht - sie findet statt. Sie findet auch ohne uns statt. Es ist aber besser, wenn man sie nicht völlig ignoriert, denn der auf dem Gipfel propagierte Liberalismus wird unsere Welt weiter verändern. Es ist ein rücksichtsloser Liberalismus. Das Wörtchen "Freiheit", was man als Bestandteil in "Liberalismus" vermuten möchte, bezieht sich auf die Freiheit von sozialen Verpflichtungen und Verantwortungen. Die Starken gewinnen, die Schwachen verlieren. Und sie sind selber schuld. Sollten halt nicht schwach sein. Sozialdarwinismus wäre die bessere Bezeichnung. Aber das klingt nicht so fein.

Und dies noch zum Schluss: Wenn ihr da oben in eurem Majestätenhimmel jetzt wieder mal beschließen solltet, dass nach all den gewaltsamen Ausschreitungen von links-linker-am-linkesten Seite es an der Zeit sei, mit mehr Gesetzen, mit härterem Durchgreifen, mit übleren Strafen und mit mehr Überwachung zu antworten sei, dann vernehmt von Volkes Gnaden, dass auch ihr überwacht werdet. Von Handykameras, von sozialen Netzwerken, von Blogs und Blögchen. Und ja - eure Untertanen haben eine eigene Meinung. Klingt komisch, is aba so

Sonntag, 25. Juni 2017

Experiment Müllanalyse

von Kirsten
Von links oben nach rechts oben: 2 Tuben Haarfärbemittel + 1 Spülung + Einmalhandschuhe, 2 große Tetrapacks Sojamilch, 2 kleine Tetrapacks Pflanzensahne, 1 Dose Ananas // Von links unten nach rechts unten: 3 Plastikumverpackungen vom Tofu, 1 Alubeutel vom Kaffeeweißer, 1 Plastikhaarspange, jede Menge Kronkorken von der Fassbrause - Müllmenge von 12 Tagen
Wenn man Müllvermeidung systematisch betreibt, lohnt es sich, nach einer Weile Zwischenbilanz zu machen. Ich hatte bis vor Kurzem ohne dieses bewusste und geplante Vermeiden vor allem von Plastik immer 2 Gelbe Säcke in 2 Wochen voll bekommen. Als ich mit der Plastikvermeidung begonnen hatte, ist der Gelbe Sack zunächst sogar noch voller geworden, weil ich durch Ausmisten meiner Schränke und Schubladen erst mal mehr Müll erzeugt habe. Das hat sich mittlerweile reguliert. Ich habe auch nicht alles durch Neukäufe ersetzt. Meine Vorräte sind in Gläsern von Erbsen und Möhren etc.

Welches Fazit ziehe ich aus dieser Analyse? 

Die Plastikhaarspange ist kaputt und wird durch etwas aus Metall oder Holz ersetzt, allerdings habe ich noch eine ähnliche im Bad, sodass der Neukauf warten kann, bis auch dieses Ding seine Zähne verloren hat.

Die Ananasdose stand im Vorratsregal, doch Obst kann man ganz gut im Glas kaufen. Für den Tofu gibt es bisher keinen plastikfreien und adäquaten Ersatz. Der wird bleiben. Leider habe ich auch keine Idee für die Milch und die Sahne. Ich habe das in veganer Version noch nicht ohne Kunststoff gesehen. Die Kronkorken kann ich verschmerzen, denn die Fassbrause muss bei Sommerhitze unbedingt sein und ist im Pfandglas - für mich die bis jetzt umweltfreundlichste Art der notwendigen Verpackungen. Der Kaffeeweißer im Alubeutel ist nicht müllfrei, aber müllärmer als ein Tetrapack mit Milch.

Haarefärben kann man natürlich auch sein lassen, aber eine umweltfreundliche Alternative kenne ich nicht. Die Haarspülung nutze ich nicht, weil ich aus der Beschreibung nicht erkennen kann, dass sie kein Mikroplastik enthält. Man bekommt aber keine Packung Färbemittel ohne Spülung.

Was ich bisher erfolgreich verbannt habe sind Verpackungen für Pflegemittel und Putzmittel. Waschmittel kaufe ich im Pappkarton (Frosch). Geputzt wird mit Kernseiferaspeln. Die Putz- und Spülhandschuhe sind aus Kautschuk. Die weiteren Bilder sollen eine Anregung geben, wie ein plastikarmer Haushalt aussehen kann.

Ist das dann alles an Müll? 

Papier, Kompost und Altglas habe ich nicht zum Müll gerechnet, weil diese Materialien ja tatsächlich wiederverwertet werden - im Gegensatz zu Plastik, das teilweise verbrannt oder downgecycelt wird. Altkleider fallen auch nur ab und zu an und kommen in den entprechenden Container. Oft verwerte ich die Stoffe aber noch für Putzlappen. Meine geliebte Fassbrause ist im Pfandglas, ansonsten trinke ich Leitungswasser, Tee und Kaffee. Nur für die Sojamilch habe ich noch keine andere Lösung als den Tetrapack.

Und was ist mit Restmüll? 

Natürlich habe ich auch noch Restmüll. Es fallen im 2-Personen-Haushalt aber weniger als 10 l / Woche an. Wären also (geschätzte)  4 l / Woche von mir alleine. Da landen vor allem Essenreste, die nicht auf den Kompost gehören - also alles was gekocht oder fettig  ist, Reste vom Katzenfutter - kaputte Socken oder Teile, bei denen ich nicht weiß, wohin sie sonst gehören.

Papiertaschentücher habe ich durch solche aus Stoff ersetzt (Gebrauchtwarenladen für 1 €, Wäschegeschäft für 75 ct das Stück).

Mindestens 2x / Woche muss ich mich außer Haus versorgen. Damit keine Kaffeebecher zum Wegwerfen benötigt werden, nehme ich die Isolierkanne mit. Da passt ein großer Kaffee rein. Ich stelle die Flasche (meist bei Backwerk) unter die Kaffeemaschine. Zucker mache ich zu Hause rein, sodass ich selber bestimmen kann, mit was ich süße, und auch damit es keinen Müll von kleinen Zuckertütchen gibt. In die Glasflasche kommt kalter Tee oder Wasser mit Sirup oder auch mal nur Wasser.
Kaffee kochen zu Hause: Mit Bohnen aus der Papiertüte (Tchibo), Kaffeemühle, Keramikfilter und Papierfiltertüte. Mahlen und Aufgießen von Hand sind ein entspannendes Ritual. Besser als autogenens Training.


Der Kaffeesatz wird nicht weggeworfen. Ich verwende ihn zum Haarewaschen (1 Essl. dem Roggenmehl beimengen), als Händepeeling zusammen mit Seife, zum Schrubben verkrusteter Pfannen. Wichtig ist, dass er lange genug getrocknet ist, bevor er ins Schraubglas kommt, sonst schimmelt er. Ich lasse ihn 24 Stunden auf dem kleinen Teller vortrocknen, dann kommt er für weitere 24 Stunden auf einen großen Teller, damit der kleine wieder frei ist für die nächste Portion. Sollte er doch einmal schimmeln, kann man ihn ins Blumenbeet streuen als Dünger. Filtertüten kommen in den Kompost.
So wird bei mir gespült: Kernseife auf der Reibe direkt ins Wasser reiben. Das Wasser sollte recht heiß sein, deswegen trage ich Handschuhe. Fürs Putzen habe ich mir fertig geraspelte gröbere Seifenflocken bestellt. Verkrustete Pfannen schrubbe ich zusätzlich mit Kaffeesatz - den Kaffeesatz in die Pfanne geben, den Spüllappen mit der Seife einschäumen und dann schrubben.
Seife kann man nicht genug haben. Ersetzt Shampoo, Duschgel, flüssige Handseife, Gesichtspflege.
Zahnbürste aus Holz, Zahnkrem aus dem Glas. Zahnputztabletten habe ich auch noch. Feste Zahnpasta am Stil ist verbraucht und für nicht gut befunden - es kommt zu wenig auf die Zahnbürste, und ich habe das Gefühl, dass ich dann mit nichts die Zähne putze. Zusätzlich zur Bürste verwende ich Swak. Der Stil ist zwar aus Kunststoff, aber kein Wegwerfprodukt. Das Swak-Köpfchen wird kompostiert.
Trockenvorräte in Flaschen und Schraubgläsern. Auf Dauer sollen sie teilweise durch Weckgläser ersetzt werden. Aber das hat noch Zeit. Erst mal habe ich so keine zusätzlichen Kosten.Beschriftet werden meine Gläser mit Papierpaketklebeband.
Papiertüten, Gläser, Keramikdosen, Blechdosen.