Samstag, 20. Mai 2017

Nudeln, Nudeln, Reis

von Kirsten Riehl

Plastikfrei einzukaufen ist manchmal ein Slalomlauf durch die Geschäfte. - Pilze gibt es grad nur im Edeka unverpackt, aber Radieschen nur im Rewe usw. - Immerhin gibt es das aber. Man kann so gut wie alles Frischgemüse und Obst unverpackt kaufen, nur nicht immer und überall. Im Bad habe ich mittlerweile fast alles durch Glas, Keramik oder Metall ersetzt, was vorher noch im Plastik war. Anstatt Zahnkrem aus der Plastiktube gibt es jetzt Zahnseife im Glas oder Zahnputztabletten im Glas oder feste Zahnkrem am Stück auf einem Holzstiel. Ansatt Shampoo aus der Flasche wasche ich die Haare mit Roggenmehl. Anstatt Duschbad wasche ich mich mit Seife. Die Reihe lässt sich noch lang fortsetzen.

Eine letzte große Herausforderung waren bis jetzt Nudeln. Die sind meistens in Kunststoff-Folie, ebenso wie Reis. Eine einzige Sorte Reis habe ich bis jetzt im Pappkarton und ohne diese unnützen Kochbeutel kaufen können, aber Nudeln haben mindestens noch ein Sichtfenster aus Folie.

Im Internet bin ich nun auf http://mein-muesli-laden.de/   gestoßen. Dort ist man spezialisiert auf Körner, Getreide, Nudeln, Reis und mehr. Wenn man ohne Plastik beliefert werden möchte, muss man das bei der Bestellung angeben, aber man wird während des Bestellvorgangs auch danach gefragt, sodass alles sehr unkompliziert geht.

Und da mein Nudelverbrauch schon mal astronomische Ausmaße annehmen kann, habe ich gleich Kilopacks genommen. Ich kann bestätigen, dass nicht ein Fitzelchen Plastik dabei war. Tüten aus braunem Packpapier, Füllmaterial ebenso, Pappkarton geklebt mit Papierklebeband. Und als Bonus gab´s gratis noch getrocknete Tomaten und ein Päckchen mit Gewürz dazu.

Inzwischen habe ich den Basmati-Duftreis auch schon probiert, und Geschmack, Konsistenz und Appetitlichkeit überzeugen zu 100 Prozent. Birkenzucker hatte ich zuvor in der Apotheke bestellt, aber da war er auch in einer Plastikdose. Hier habe ich ihn schlicht im Papiertütchen bekommen. Mehr braucht´s nicht. Und die Tüten werden sowieso weiterverwendet zum Bespiel für Butterbrote für unterwegs oder als Geschenktüten oder....





Sonntag, 14. Mai 2017

Muttertag & Wahltag

Am heutigen Muttertag habe ich mir einen Rundgang über den Gartenmarkt im Dortmunder Westfalenpark gegönnt. Eine Holzkiste mit einem sinnfreien Spruch, dazu eine Ringelblume mit essbaren Blüten (wenn sie bald mal blüht) und eine Margerittenpflanze gehörten zu den erbeuteten Sachen. Das rote Emaille-Küchensieb konnte ich vor dem Sperrmüll retten.

Einer meiner Lieblingsmenschen hat mir diese schönen selbst gehäkelten Topflappen per Post geschickt - mein Muttertagsgeschenk.

Was war noch wichtig? Ach ja die Wahlen in NRW. Sieht gut aus für die CDU - was ich sehr bedauere - und weniger gut für die SPD - von dem ich nicht weiß, ob ich das gut finde oder wie ich das überhaupt finde. Die Piraten liegen weit hinten; ist nicht schade um diese Hipster-Partei. Und die AfD liegt über der Fünf-Prozent-Hürde, was ich definitiv gar nicht gut finde. Warum ist braunes Gedankengut dermaßen gesellschaftsfähig geworden? Nicht nur, dass sie jetzt irgendwie ein kleines Stückchen mitregieren, sie werden auch von meinen Steruergeldern mitfinanziert. Das verursacht mir Bauchschmerzen.Warum Parteien, die die Demokratie aushebeln, untergraben, aushöhlen, demontieren oder sonst wie wegzaubern möchten, finanziell von der Demokratie Unterstützung erfahren, kann ich nicht begreifen. Oder anders gesagt: Finde den Fehler im System.

Samstag, 13. Mai 2017

Auberginen-Pfanne

von Kirsten
 
Die Zutaten sind übersichtlich: Olivenöl, 1 Kräuter-Tofu, 2 Tomaten, 1 Aubergine und Nudeln vom Vortag. Der Tofu ist aus dem Reformhaus und wirklich lecker. Es lohnt sich, ein wenig mehr auszugeben. Die Tofus von Edeka sind matschig in der Packung, matschig wenn man sie anbrät und matschig, wenn sie fertig gebraten sind. Dieser hier bleibt fest und wird kross bein Braten.

Die Aubergine in Scheiben schnippeln und in eine Pfanne mit Olvenöl geben. Dann knusprig anbraten.

Tofu und Tomaten würfeln, in eine Form geben, etwas Öl darüber gießen und bei 200° C für 15 min. in den Backofen.

Die Auberginen saugen das Öl weg - also nicht zu wenig Öl nehmen.

Anschließend würzen. Ich habe hier eine fertige Mischung mit Raucharoma genommen. Salz, Pfeffer und was man sonst so mag geht natürlich auch.

Die Nudeln untermischen und mit anbraten.

Das fertig gegarte Ofengemüse dazu geben.

Et voilá - das ist Französich und bedeutet "Hau wech die leck´re Pampe!" Guten Appetit

Sonntag, 7. Mai 2017

Samstag, 22. April 2017

Taschentücher und mehr

von Kirsten
 
Den Alltag entplastifizieren soll nicht einfach bedeuten, dass man wahllos alles an Plastik wegwirft. Es geht immer auch um Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Aus diesem Grund habe ich mich jetzt mit Stofftaschentüchern ausgestattet. Nicht nur, dass man eine Menge Geld sparen kann, es schont auch die Umwelt. Die ersten Stoffies habe ich im Laden für 1 € / Stück im Angebot erwischt. Die Herrentaschentücher fand ich besser, weil sie viel größer sind. Außerdem stehe ich nicht so sehr auf diese Stickereien, die die Damentaschentücher meistens haben. Später bin ich dann im Gebrauchtwarenladen fündig geworden, wo sie Taschentücher noch in der Originalverpackung - also komplett ungebraucht - hatten. Die mit Monogramm waren für 50 ct zu haben. Stört mich jetzt eigentlich auch nicht. Morgens nehme ich ein frisches aus dem Schrank, abends kommt es in die Wäsche und wird einmal pro Woche in der 60°-Wäsche bei den Handtüchern mitgewaschen. Wenn ich Lust und Zeit habe, sie zu bügeln, werden sie gebügelt, wenn nicht, dann nicht.

Ebenfalls im Gebrauchtwarenladen konnte ich einen Gläseröffner aus Edelstahl für 6 €, zwei Flaschenöffner aus Holz und Metall für je 1 € und einen in Fischform aus Holz erwerben. Meinen aus Plastik habe ich dort abgegeben. So wird nichts verschwendet, und ich bin mein Plastik los. Der Fisch wird wahrscheinlich ein Geschenk.

Den kaputten IKEA-Plastikschuhanzieher habe ich ausgetauscht gegen einen richtig schicken aus Emaille. Die Firma Riess stellt echt superschöne Sachen her.

Nochmal Riess - eine Seifenschale mit Abtropffunktion, damit die Seife nicht im Nassen schwimmt.

Und weil heute Samstag war und ich nicht viel zu tun hatte, konnte ich aus dem Papierfüllmaterial aus dem Postpaket lustige Einkaufszettel basteln.

Montag, 17. April 2017

Flohmarkt

von Kirsten & Rebecca
 
Der Ostersonntag war bei uns dem Flohmarktbesuch im belgischen Tongeren gewidmet. Die ganze Stadt scheint ein einziger Antikmarkt zu sein. Jeden Sonntag findet im Stadtzentrum  der Markt statt, und zusätzlich gibt es gefühlte hundert Antiklädchen am Wegesrand und in der Stadt verteilt, die auch alle geöffnet haben.

Ich ordere mal eine Bestellung mit dem Telefon aus den 60er (?) Jahren.

Ende der Reise und Foto mit Beute. Der Markt öffnet um 8 Uhr und ab 12 Uhr räumen die ersten Händler schon wieder ein. Lohnt sich also, möglichst früh da zu sein.

Metallener Globus 25 Euro

Bilderrahmen... wird verbastelt zu einem Regal? Spiegel? Schlüsselbrett?

Korkenzieher für 3 Euro
(Hätte man auch neu kaufen können. Macht aber nicht so viel Spaß.)



Gesticktes Wandbild - eine Handarbeit für 10 Euro, an der jemand ungezählte Stunden verbracht haben muss. Umgerechnet müsste dann der Stundenlohn unter 1 Cent liegen.

Detail


Emaille-Topf für 5 Euro (jetzt Seifenaufbewahrungsbehälter im Bad) und aufhängbarer Emaille-Messbecher für 10 Euro (jetzt vielleicht Waschlappengefäß? Halterung für eine Mehltüte? Wahrscheinlich kommen dort unsere Haarbürsten und Kämme unter.)
Hölzerner Hocker 30 Euro
Hinzu kamen noch vier karierte Geschirrtücher für 5 Euro pro Stück, die ich aber als Tischdecken verwenden werde, und ein Tablett aus massiver Eiche für 20 Euro.

Dienstag, 4. April 2017

plastikfreie Kleinigkeiten

von Kirsten

 
Auf einem Kreativmarkt erworben: Lateinamerikanische Tasche mit passendem Täschchen aus gewebter Baumwolle.


Plastikfrei kann so schön sein! Es gibt viele Dinge, die ohne Kunststoff auskommen und dazu ästhetisch und ansprechend aussehen. Der Geruch in meiner Wohnung hat sich jedenfalls schon verändert, seit immer mehr Plastik verschwunden ist aus meiner unmittelbaren Umgebung. Dazu putze ich mit natürlichen Seifen und Reinigern, sodass meine Nase kaum noch von künstlichen Gerüchen belästigt wird. Hier gibt´s jetzt mal ein Sammelsurium an Selbstgemachtem oder Handgemachten aber Gekauftem. Seht selbst!


Gehäkelte Läppchen aus Baumwolle für die Gesichtsreinigung. (Danke an Rebecca für diese Arbeit eines Wochenendes.) Ich schminke mich nur mit warmem Wasser und Lappen ab. Wunderbar weich! Das bunte Tuch ist mit Farbverlaufsgarn kraus rechts gestrickt.

Gehäkelte Aufbewahrungs"dose". Mit der angehäkelten Schlaufe hängt es in meinem Bad an der Wand. Sehr platzsparend.

Bei  https://www.bioseifen.com/ habe ich Shampoo in fester Form und Körperbutter (was für ein schönes Wort!) bestellt. Die obere Reihe zeigt drei Luffa-Scheiben. Damit kann man die Shampoo-Stück trocken aufbewahren.

Die Ware kam im Pappkarton mit Füllmaterial aus Maisstärke an. Diese Schnipsel sind auf den Kompost gewandert.

Man könnte sie wahrscheinlich auch essen....

Ölkännchen bei Butlers gefunden. Nutze ich vielleicht aber als Gießkännchen.

Bei der Änderungsschneiderin habe ich mir aus vier Geschirrtüchern diese supertollen Brotbeutel fertigen lassen. Sie wollte nur 7 € dafür. Jetzt kann ich Brötchen & co ohne Umverpackung einkaufen.