Donnerstag, 1. Dezember 2016

Entplastifizierung

von Kirsten
 
Kaffeefilter aus Porzellan von Tchibo für 9 €

 Die Entplastifizierung der Wohnung geht weiter. Angeregt durch einen Beitrag bei Planet Wissen "Leben ohr Plastik: ein Sebstversuch" der wiederum  auf den Film Plastic Planet zurückgeht, habe ich angefangen, das Plastik in meiner Wohnung aufzuspüren und gegen plastikfreie Alternativen auszutauschen.
Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich gar nicht viel Plastik in meiner unmittlebaren Umgebung habe, denn ein Faible für Kunststoff habe ich nun wirklciih nicht, sind doch Optik und Haptik von Naturstoffen ungleich besser.

Plastiktüten beim Einkauf kamen für mich noch nie infrage. Ich bin immer schon mit Stoffbeuteln in den Supermarkt gegangen. Diese kleinen Tütchen beim Frischgemüse - ich muss es zugeben -  habe ich hin und wieder allerdings doch genommen, aus dem einfachen Grund, dass ich manchmal unvorbereitet einkaufen gehe und dann nicht weiß wohin mit den losen Zwiebeln und Paprika.
Auf dem Weg in ein plastikärmeres Leben muss man da anfangen, wo es praktikabel ist.  Die Tüten beim Gemüse brauche ich nun nicht mehr, seit ich Ministoffbeutel mitnehme, auf die dann die Aufkleber von der Waage kommen. Ein zusätzlicher Korb schützt empfindliches Obst und Gemüse.

Immer wieder stellt sich jetzt auch de Frage: Wegwerfen oder verschenken. Wenn man selber den eigenen Lebensstil ändert, möchte man eigentlich anderen Menschen nicht mehr zumuten, in Plastik zu leben. Also habe ich etliche Teile tatsächlich in den Müll gegeben. Dazu gehörten etwa zerkratzte Tupperschüsseln. Durch die Beschädigungen von jahrelangem Gebrauch können sich immer weitere Plastikteilchen ablösen und in die Nahrung gelangen. Meinen Plastik-Wäschekorb hingegen habe ich verschenkt, weil er noch funktionsfähig ist.

Der Wäschekorb aus Weide war dann auch der größte Posten auf meiner Zu-ersetzen-Liste. Das waren 60 €. In der Küche kann ich vieles austauschen, was mich nichts extra kostet. So werden Gläser für Suppe, Marmelade, Brotaufstriche umfunktioniert zu Vorratsbehälter und Gewürzgläschen. Im Teeladen habe ich neulich eine Blechdose geschenkt bekommen. Sie war wohl für den Verkauf nicht mehr schön genug, aber meinem Roggenvollkornmehl, das diese Dose jetzt beherbergt, ist das wurscht.

Manche Sachen gibt es in meinem Haushalt sogar doppelt wie zum Beispiel das Küchensieb - eines aus Plastik und eines aus Edelstahl.. In dem Fall werde ich nur reduzieren und nicht neu anschaffen. Auch sind schon viele hölzerne Löffel vorhanden. Die Plastikversionen sind im Müll gelandet. (Gleiches Problem wie bei den o.g. verkratzten Schüsseln.)

Mein Fazit für heute: Es ist mehr Plastik in meiner Wohnung als ich geahnt hatte. Das merkt man erst, wenn man mal alles zusammenzählt.

Dekorative Blechdosen mit Belüftungslöchern für Zwiebeln und Knoblauch von Maison du Monde

Weide statt Plastik. Dieser Korb wird am Ende seines (hoffentlich langen) Lebens in den Kompost wandern, aber auch im Meer würde er keinen Schaden anrichten.

Seitan aus dem Glas, Brotaufstriche in sehr dekorativen Einmachglässchen, die sicher im Gewürzschrank landen werden, Bratlinge in der Papiertüte, Chutney im Glas  alles veagn un Bioqualität. Ich freue mich, wenn ich Verpackungen ohne Plastik finde, aber das ist nicht immer ganz einfach. Rewe hat da mittlerweile beachtenswert aufgeholt.


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