Mittwoch, 21. September 2016

Der Verleser

von Kirsten

Der Verleser der Woche: Leseegel. Ich denke so darüber nach was ein solches Tier wohl bewirken mag, wie es lebt und wo sein Lebensraum sich befindet. Es muss vermutlich zwischen Buchseiten leben und sich von Worten ernähren. Allgemein bekannt ist ja die Leseratte, welche ganze Bücher zwecks geistiger Vitamniversorgung schreddert. Den Leseegel kannte ich bisher noch nicht. Nun ist die Ratte mit ihren gelben Nagaezähnen ja kein eigentlich sympathisches Getier, aber trotzdem ist die Leseratte eine Existenzform, die die meisten Pädagogen und Eltern für erstrebenswet halten würden. Nagt sich die Leseratte also durch Buchseiten, könnte sich der Leseegel an Metaphern festsaugen oder der Lyrik den tiefsten Sinn entlutschen. Und wie ich noch vor mich hinsinniere, welche Biologie der Leseegel hat, erkenne ich meinen Verleser, denn da stand nicht "Leseegel", sondern "Leesegel" (Lee-Segel), und das hat mehr mit Wind und Wetter zu tun, als mit Wort und Wörtern.

Fazit: Wie bedauerlich, dass manche Tierarten schon ausgestorben sind, bevor sie anfangen konnten zu existieren.

Donnerstag, 1. September 2016

Mediterrane Lese-Ecke

von Kirsten
Diese mediterrane Terrasse ist ursprünglich mal ein Hühnerstall gewesen. Die Holzkonstruktion ist schon vor Jahren über den Jordan gewandert. Das Plätzchen lag auch jetzt noch in einem Dornröschenschlaf, weil es mehr als Lagerplatz für allen möglichen Krempel gedient hatte. Zuerst haben wir im Baumarkt eine Außenfarbe in einem Maisgelb anmischen lassen. Die Reinigung der Mauern hat gut 8 Stunden gedauert. Es musste zuvor noch ein kräftiger und uralter Efeustamm entfernt weden, der begonnen hatte, die Mauern zu zersetzen. Die am schlimmsten verwitterten Farbreste wurden mit einer Schleifmaschine entfernt. Das Streichen hat etwa 3 Stunden gedauert. Danach sind etliche Trerrakottatöpfe mit Rosen, Mädchenauge Lampenputzergras, Flieder, Astern auf die neu entstandene mediterrane Terrasse gewandert, dazu Frankie, das gelbe Schaf, die Zinkgießkanne vom Flohmarkt in Tongeren, Belgien, und ein Tischchen. Die Gartenbank ist vom Sperrmüll. Vielleicht bekommen die Bodenplatten auch noch einen Anstrich, denn das Hausmeistergrau ist wenig schick. Das ganze soll eine Lese-Ecke sein / werden, und zwar nicht (nur) in dem Sinne, dass man dort sitzen und lesen kann, sondern Autoren und Autorinnen könnten hier ihre Bücher vorstellen vor einem kleinen Publikum, und die Welt da draußen kann über Second Life ebenfalls teilnehmen.  Weiter unten seht ihr Bilder vom Entstehungsprozess.
 
Taucher-Burka? Haarschutz, Schutzbrille über der Brille, Staubschtzmaske

Farbreste und Efeuspuren abschleifen

Nach dem Anstrich

Mobiliar eingeräumt