Samstag, 28. Januar 2017

Putzfimmel

von Kirsten

 

So .... der Plastikfrei-Zug dampft weiterhin durch mein Leben und meine Wohnung. Wird schon sowas wie eine sportliche Herausforderung gegen mich selbst. Ich habe bei https://www.corfu-shop.de/ Seifenflocken bestellt, die die Grundlage für Putz- und Spülmittel sowie ein Waschmittel für Handwäsche geben sollen. Die Flocken sind aus Olivenöl gesiedet und sind weder mit Konservierungsmitteln noch mit Duft- oder Farbstoffen versetzt. Außerdem wird das Öl aus Schalen und Kernen und Fruchtfleischresten gewonnen, sodass kein Lebensmittel daran glauben musste. Und vegan ist das Ganze damit auch noch. Wie die Bilder zeigen, war es recht umweltfreundlich verpackt - ein Karton außen herum, eine Lage Papier innen und die Seifenflocken selber in der Tüte. Packband war leider aus Plaste. Auf dem letzten Bild sieht man allerdings, dass die Tütchen innen mit Alu beschichtet sind. Werden bei mir selbstredend weiterverwendet z.B. als Geschenkpackung für Seife. Ein Tütchen kostet 5,15 €, dazu das Porto. Die Lieferung war einen Tag nach der Bestellung da.
Det nenn ick ma express....





Sonntag, 15. Januar 2017

plastikfrei + und -

von Kirsten

 
Im Veggie-Haus in Bochum bin ich gestern endlich fündig geworden: veganer Kaffeeweißer in Pulverform. Das spart mir viele Tetrapacks an Sojamilch Vanille-Drink, bisher die einzige Pflanzenmilch, die mir im Kaffee schmeckt. Drei Tetra-Päckchen sind noch mal in Plastikfolie verpackt. Dazu ein in Folie verpackter Strohhalm, den ich nicht brauche.

Alufolie im Inneren, aber immer noch weniger Abfall als bisher. Wenn ich Kaffeeweißer im Glas finde, wird dieser hier ersetzt.

Was ist es? Ein Blumentopf? Nein, bei uns ist das natürlich ein Kaffeeweißerbehälter. Für 4 € bei Depot gefunden.

Bei Butlers in Bochum diesen kleinen Trichter entdeckt. Edelstahl für 5 €. Wird den aus Plastik ersetzen.

Nochmal Veggie-Haus: Sheabutter zur Körperpflege in der Metalldose. 100 ml für 9 €.

Eine Hydrophil-Zahnbürste für 4 € musste dann auch noch mit, obwohl ...

... ich gerade diese Holzzahnbürste von Kostkamm (re.) bei Monomeer gekauft habe.

Nach 3 Tagen Benutzung sind die Borsten so schief wie bei einer Plastikzahnbürste nach 6 Wochen. Für 6 € muss mehr Haltbarkeit möglich sein. Die Hydrophil hat wieder Plastikborsten. Vor der Entsorgung an ihrem Lebensende kann man den Kopf abknicken und den Stil kompostieren.

Mein gestriger Abfall nach dem Bochumer Stadtbummel: hauptsächlich Papier, natürlich keine Plastiktüte dank Baumwolltasche; nur der Alubeutel vom Kaffeeweißer muss in den Gelben Sack. Sogar die Zahnbürste war komplett in Papier eingepackt. Zum Vergleich: Die Bürste von Kostkamm mit Natuborsten hatte Plastikfolie um den Bürstenkopf.

Samstag, 14. Januar 2017

Plastik nein danke

von Kirsten

 
Bei www.monomeer.de habe ich die nächsten Dinge von meiner Plastik-ersetzen-Liste bestellt. Keine Plastikverpackung, kein Plastikfüllmaterial. Porto fiel nicht an, die Preise habe ich übersichtlich gerundet.

Kehrblech für weniger als 4 €

Große Vorratsgläser je 4,20 €. Brauche ich für größere Vorratsmengen ie Mehl oder Zucker, denn die passen in meine gespülten Marmeladengläser meist nicht rein. Die Gummidichtung ist as Kautschuk.

"Leben ohne Plastik" für 13 € - das wird ein Geschenk.

Endlich kann ich alle defekten Tesaabroller und Tacker aus Kunststff aussortiern. Die beiden hölzernen Helferlein sind ästhetischer. Tacker für 10 €, Abroller für 13 €. Im Innenleben des Tackers ist nur ein winziges Teil aus Plastik.

Kleberolle aus Papierband mit umweltfreundlichem Kleber ohne tierische Bestandteile für 3,50 €. Das nehme ich immer zum Beschriften meiner vielen Gläser. Ist eigentlich Paketband.

Zahnbürste aus Holz mit Naturborsten 6 €, Haarseife 10 €, Lippenpflege im Metalldöschen 4,50 €, 75 Zahnputztabletten 12 €. Die Tabletten wollte ich eigentlich beim Hersteller direkt anfordern, aber erst ab einer Packungsgröße von 10.000 Stück wollten sie sie ohne Plastikverpackung liefern. Monomeer liefert im Papiertütchen, allerdings haben sie die Sorte mit Flourid nicht im Angebot. Meine Suche nach der optimalen Zahnpflege geht weiter ....

Und das hier ist der Rest vom Fest - ein bisschen Packpapier, einige Pappschachteln, eine winzige Klarsichtfolie um den Zahnbürstenkopf herum und ein roßer Karton. In den Müll muss außer der Folie nichts, nur ins Altpapier, aber erst mal ist alles in meine Schublade für Geschenkkartons und -papier gewandert.

Das wird das nächste Geschenkpapier. Vielleicht für Weihnachten 2017.

Donnerstag, 12. Januar 2017

plastikfreies Dies & Das

von Kirsten

 

Diese Woche habe ich es endlich geschafft, mir einen Ersatz für die Plastiktüten an der Obst- und Gemüsetheke zu beschaffen. Ich habe diese Tüten zwar schon lange nicht mehr genommen, aber immer alles einzeln in die Taschen zu packen ist manchmal unpraktisch, vor allem bei sowas wie Pilzen oder Nüssen. In den meisten Internet-Läden waren mir die Beutelchen zu teuer.

 "Plastikfrei" ist ja im Moment so eine Welle - auch wenn es eine sehr positive Welle ist, ist es eben doch eine Welle - und wie bei jeder Welle (Neudeutsch "Trend") hängen sich sofort geschäftstüchtige Geschäftsleute daran, um damit Geschäfte zu machen, will heißen, dass das Zubehör für die Welle überteuert daher kommt. So kann man zum Beispiel Glasflaschen kaufen, um Plastikgefäße und Wegwerfbecher zu sparen, aber diese simplen Glasfaschen kosten dann mal eben um die 30 €.

Ich bin letztendlich fündig geworden in einem Laden für Forscherbedarf für Kinder www.forschershop.de . Die kleinen Beutel (20 x 12 cm) aus reiner Baumwolle kosten pro Stück 68 ct und die großen (30 x 20 cm) 1,08 €. Hinzu kommen 3,95 € Porto. Der Laden schwimmt halt auf keiner Welle, sondern verkauft schlicht den Bedarf für eine bestimmte Zielgruppe, und so haben die Sachen keine utopischen Preise. Weil ich nach besonderen Wünschen gefragt wurde während des Bestellvorgangs, hatte ich angegeben, dass ich weder Plastikverpackung noch Plastikfüllmaterial haben möchte. Leider waren die Beutel dann in einer Plastiktüte verpackt. Kleiner Wermutstropfen. Ansonsten bin ich mit den Gemüsebeuteln zufrieden.

Dann habe ich im Schreibwarenladen noch diese Abhefter gekauft aus Pappe und Metall. Ich habe ansonsten die meisten aus Plastik. Das wird sukzessive ersetzt.

Im letzten Bild ist zu sehen, wie ich jetzt meine Schubladen sortiert habe. Das Kleinzeugs ist aus den Plastikschachteln ausgewandert und in umfunktionierte Marmeladengläser eingezogen. Großer Vorteil: Man sieht auf den ersten Blick, was drin ist, und es gibt kein Wühlen und Wurschteln mehr. Ich hatte 6 Dosen mit den Reißnägeln verteilt auf diverse Schubladen. Jedes  Mal, wenn ich Reißnägel brauche, finde ich die nicht und kaufe neue. Dieses gläserne Marmeladen-System führt nicht nur zu mehr Übersichtlichkeit, sondern auch zu Reduktion.





Samstag, 7. Januar 2017

plastikfreie Kosmetik

von Kirsten
Das sind die Zutaten füt Zahnkrem: Kokosöl (Supermarkt), Kukuma (Gewürzregal Supermarkt) und Birkenzucker (Apotheke).

Zahnkrem ohne PLastikverpackung zu bekommen ist nicht so einfach. Ich habe mir bei www.monomeer.de Zahnputztabletten bestellt, die dann ohne Umverpackung geliefert werden, aber da meine aktuelle Tube aufgebraucht und die Tabletten noch nicht da sind, habe ich heute mal eine Zahnkrem selber gemacht. Das Grundrezept könnte noch erweitert werden durch ätherische Öle oder Schleifmittel wie Lavaerde und Schlämmkreise. Nun - ich hatte es eilig, bin ungeduldig, und ich weiß nicht, wie viel von den Schleifmitteln man nehmen kann, ohne den Zahnschmelz zu beschädigen. Deswegen hier meine superschnelle, supereinfache Version für Ungeduldige.

Es empfiehlt sich, die Zahnkrem nicht mit der Zahnbürste zu entnehmen, um keine Keime hinein zu bringen. Ich habe dafür einen sauberen Teelöffel genommen. Sie schmeckt sehr lecker. Das Kurkuma färbt Speisen appetitlich gelb, aber nicht die Zähne. Man sieht hinterher nicht aus wie ein Biber. 

Und warum Zucker in eine Zahnkrem? Das hat nicht nur geschmackliche Gründe. Birkenzucker - oder Xylit - kann von Bakterien nicht verstoffwechselt werden. Normalerweise läuft das im Mund so: Du fütterst deine Bakterien mit Zucker oder mit Kohlehydraten, die sie in Zucker umarbeiten, dann verstoffwechseln sie das Ganze, sprich: sie machen Pipi & Kacka, und das ist sauer. Und diese Säure zerfrisst deinen Zahnschmelz. Mit Birkenzucker - badummm tsssaaaaaaaaaaa - klappt das nicht. Kein Zucker, kein Bakterien-Pipi &  -Kacka, keine Säure, kein Zahnschmelz kaputt.

1 Esslöffel Kokosöl wird im Topf erwärmt bis es schmilzt.Nicht kochen!

In einem sauberen Glas mischt man 1 Teelöffel Kurkuma und 1 Teelöffel Birkenzucker.

Das flüssige Öl wird dazu gegeben.

Alles umrühren und verschlossen in den Kühlschrnak stellen. Nach ca. 1 Stunde ist die Masse fest.

Und was hat dieses Bild hier zu suchen? Das sind meine Haare nach dem Waschen mit Roggenmehl und Lavaerde. Ich habe das 1:1 gemischt, mit Wasser zu einer samtigen Matschepampe verrührt, und dann damit gewaschen. Anschließend die Haare zuerst im Handtuch, dann an der Luft trocknen lasen OHNE Kämmen, und wenn sie trocken sind, auskämmen. Mittlerweile muss ich nur noch 1x / Woche waschen, weil sich ohne Shampoo die Kopfhaut so reguliert, dass es viel weniger nachfettet.

Mittwoch, 4. Januar 2017

plastikfrei geht weiter

von Kirsten
Messbecher aus Metall gekauft in Mettmann für 11 €

Ich arbeite immer noch meine Liste ab mit den anzuschaffenden Gegenständen in meinem Haushalt, die durch plastikfreie Sachen ersetzt werden müssen. Manchmal sind es Neuanschaffungen, wie der Brotbehälter. Er soll die bisher üblichen Plastiktüten ersetzen, sodass das Bäckerbrot direkt oder mit Papier in diese Dose gelget werden kann. Manchmal ersetzen sie tatsächlich Plastikgegenstämde wie der Messbecher. Da das Plastik mit Lebensmitteln in Kontakt kommt, ist es mir wichtig, das auszutauschen.

Und dann finden sich immer wieder Sachen, die überraschend günstig sind. Der Eimer war ein Angebot - 50 % reduziert. Man muss auch mal Glück haben.

Und warum Haushaltsgegenstände aus Plastik austauschen, wenn sie noch in Ordnung sind? Macht es Sinn, zunächst mehr Müll zu produzieren? Könnte man die Sachen nicht verschenken?
Einer der für Mensch und Umwelt problematischen Stoffe in Kunststoffen ist Bisphenol A. Er wirkt im Körper hormonähnlich, und die Langzeitfolgen sind noch nicht hinreichend erforscht. Besonders ungünstig ist es, wenn Plastikgegenstände mit Lebensmitteln oder direkt mit dem Körper in Kontakt kommen, also Geschirr oder Babyflaschen zum Beispiel. Es kann durchaus Sinn machen, die Sachen in den Müll zu geben.

Bis jetzt produzierten wir in einem Zwei-Personen-Haushalt pro Woche gut zwei Gelbe Säcke mit Verpackungsmüll. Durch das große Ausmisten ist jetzt erst mal mehr Müll angefallen, allerdings haben sich die Umverpackungen durch  möglichst plastikfreies Einkaufen reduziert, sodass die Menge unterm Strich gleich geblieben ist. Ich bin gespannt, ob sich das jetzt bald reduzeiren wird.

Metallener Putzeimer gekauft in Bochum für 7 €